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Der erste Literaturpreis, der jedes Jahr einen bedeutenden europäischen Text auszeichnet.

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Warum dieser Preis?

Die Sprache Europas
ist die Übersetzung

Der Prix Grand Continent ist der erste europäische Literaturpreis zur Förderung von Übersetzungen und deren Veröffentlichung. Jedes Jahr unterstützt er mit seiner Dotierung von 100.000 Euro einen großen europäischen Roman.

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Jedes Jahr, zwischen dem 1. Oktober und dem 30. September, lesen und prüfen die Korrespondenten des Grand Continent die Neuerscheinungen in fünf europäischen Sprachräumen, und zwar in der deutsch-, spanisch-, französisch-, italienisch- und polnischsprachigen Literatur.

Im Herzen des Mont Blanc

Aus dieser Auswahl geht mindestens ein Kandidat pro Sprache hervor. Für jeden Text werden der auf 3466 Meter Höhe zur Auswahl des Preisträgers versammelten Jury eine breite Auswahl von übersetzten Auszügen sowie eine kritische Würdigung vorgelegt.

Auf europäischer Ebene

Von Palermo bis Berlin, von Krakau über Wien, Brüssel und Paris bis Sevilla. Durch die Dotierung des Prix Grand Continent werden die Übersetzungen finanziert und die Werbung für das Buch in den fünf Sprachräumen gefördert.
WARUM DER MONT BLANC?
„An den mehr oder weniger eisbedeckten Hängen des Mont Blanc lässt sich das künftige Schicksal, das Glück Europas ablesen“ (Michelet, La Montagne)
Blick auf die Panoramaterrasse der Gletscher der Helbronner Spitze
Talstation der Seilbahn Skyway, 3466 Meter Höhe
Kammlinie des Mont-Blanc vom Beratungsraum der Jury aus gesehen
Blick auf die Seilbahn, die den Aufstieg erleichtert
Zauberberg
Am Extrempunkt
Europas
Im Zentrum des Klimawandels

Der Prix Grand Continent ist in einer außergewöhnlichen Umgebung verortet: zwischen dem Pavillon du Mont Fréty auf 2200 und der Pointe Helbronner auf 3466 Meter Höhe. Wir haben dieses Projekt so angelegt, dass es sich in einem spektakulären Umfeld entfaltet.

Drei Gründe haben uns dazu bewegt, den Prix Grand Continent im Herzen des Mont-Blanc-Massivs zu verankern.

Schon seit Chateaubriand, Hegel, Goethe oder Michelet ist der Mont Blanc ein Element von zentraler Bedeutung für die europäische Vorstellungswelt, Dreh- und Angelpunkt der Kulturen sowie ein Ort, an dem Brüche und Fortschritte sichtbar werden. Wir lösen uns von den Gewohnheiten der europäischen Literaturpreise, die in den Salons oder Cafés der Großstädte verliehen werden, und denken, dass die Schaffung eines Literaturpreises auf dem Gipfel des Mont Blanc die Voraussetzungen für eine Erneuerung bieten kann.

Auf dem Dach Europas kreuzen sich auch unterschiedliche geographische und sprachliche Räume. Der Mont Blanc, mit seinem komplexen und historisch umstrittenen Grenzverlauf, verkörpert die Notwendigkeit von Dialog und Übersetzung zwischen den verschiedenen europäischen Sprachen und Kulturen.

Nicht zuletzt ist der Mont Blanc auch ein prädestinierter Ort, um den Klimawandel zu beobachten. Wir wollen die mit einem Literaturpreis verbundene Aufmerksamkeit in der Alpenregion verorten, einem offensichtlichen Schauplatz des ökologischen Notstands, um zu verdeutlichen, auf welche Weise die Literatur im Einklang mit den großen Umwälzungen ihrer Zeit steht.

erste Ausgabe

Preisträger 2021

In seiner ersten Ausgabe wird der Prix Grand Continent ausnahmsweise für das Gesamtwerk einer entscheidenden Figur der zeitgenössischen Literatur verliehen: Roberto Calasso.
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Jury

Javier Cercas

Geboren 1962 in Ibahernando (Spanien)
Ausgezeichnet mit mehr als zwanzig renommierten Literaturpreisen. Zu seinen bedeutendsten Werken zählen Soldaten von Salamis (2001, dt. 2002), Anatomie eines Augenblicks (2009, dt. 2011) und kürzlich Terra Alta (Planeta-Literaturpreis, 2019, dt. 2021).

Giuliano da Empoli

Geboren 1973 in Neuilly-sur-Seine (Frankreich)
Giuliano da Empoli leitet den Think Tank Volta in Mailand und unterrichtet an der Hochschule Sciences Po Paris. Sein jüngstes Buch, Die Ingenieure des Chaos (2019, dt. 2020) widmet sich den neuen Meistern der politischen Propaganda. Sein erster Roman, Le Mage du Kremlin, erscheint im April bei Gallimard.

Nora Bossong

Geboren 1982 in Bremen (Deutschland)
Deutsche Romanautorin und Lyrikerin, mit zahlreichen Literaturpreisen ausgezeichnet; zuletzt erschienen ihr Roman Schutzzone sowie eine Sammlung politischer Texte, Auch morgen.

Andrea Marcolongo

Geboren 1987 in Crema (Italien)
Italienische Essayistin, Spezialistin für altgriechische Sprache und Literatur. Ihr Essay Warum Altgriechisch genial ist (2016, dt. 2018) wurde in zehn Sprachen übersetzt.

Achille Mbembe

Geboren 1957 in Otélé (Kamerun)
Professor für Geschichte und Politikwissenschaft, ausgezeichnet mit dem Ernst-Bloch-Preis (2018). Zu seinen meistgelesenen Essays gehören: Ausgang aus der langen Nacht (2010, dt. 2016), Kritik der schwarzen Vernunft (2013, dt. 2014) und Brutalisme (2020).

Rosa Montero

Geboren 1951 in Madrid (Spanien)
Romanautorin, ausgezeichnet mit dem spanischen nationalen Literaturpreis (2017). Zu ihren meistgelesenen Werken zählen La loca de la casa (2003), Die Tochter des Kannibalen (1997, dt. 2000) und La ridícula idea de no volver a verte (2013).

Géraldine Schwarz

Geboren 1974 in Straßburg (Frankreich)
Deutsch-französische Schriftstellerin, Journalistin und Dokumentarfilmerin, lebt in Berlin. Ihr Essay Die Gedächtnislosen, Erinnerung einer Europäerin, Europäischer Buchpreis 2018, wurde in mehr als zehn Sprachen übersetzt.

Agata Tuszyńska

Geboren 1957 in Warschau (Polen)
Polnische Schriftstellerin und Lyrikerin, ausgezeichnet mit dem Ksawery-Pruszyński-Preis des PEN-Club. Sie veröffentlichte über zwanzig Werke, darunter Die Sängerin aus dem Ghetto. Das Leben der Wiera Gran oder Rodzinna historia lęku [Familiengeschichte der Angst], die in mehr als ein Dutzend Sprachen übersetzt wurden.
Partner 2021

Strategische Unterstützung

Zu unseren Partnern gehören sowohl lokale Institutionen als auch führende Stiftungen aus den fünf Sprachräumen.
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Mit dem Prix Grand Continent wird jedes Jahr ein bedeutender europäischer Text ausgezeichnet

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