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JURY 2022

Die Jury besteht aus Literatinnen und Literaten, deren Werke durch Übersetzungen internationale Anerkennung erfahren haben; dabei sind die fünf Sprachen des Prix Grand Continent gleichwertig vertreten.

Giuliano da Empoli

Geboren 1973 in Neuilly-sur-Seine (Frankreich)
Giuliano da Empoli leitet den Think Tank Volta in Mailand und unterrichtet an der Hochschule Sciences Po Paris. Sein erster Roman, Le Mage du Kremlin (Gallimard, 2022), wird für den Prix Goncourt nominiert.

Nora Bossong

Geboren 1982 in Bremen (Deutschland)
Deutsche Romanautorin und Lyrikerin, mit zahlreichen Literaturpreisen ausgezeichnet; zuletzt erschienen ihr Roman Schutzzone (Suhrkamp, 2019) und Die Geschmeidigen: Meine Generation und der neue Ernst des Lebens (Ullstein, 2022).

Andrea Marcolongo

Geboren 1987 in Crema (Italien)
Italienische Essayistin, Spezialistin für altgriechische Sprache und Literatur. Ihr Essay Warum Altgriechisch genial ist (2016, dt. 2018) wurde in dreißig Sprachen übersetzt.

Achille Mbembe

Geboren 1957 in Otélé (Kamerun)
Professor für Geschichte und Politikwissenschaft, ausgezeichnet mit dem Ernst-Bloch-Preis (2018). Zu seinen meistgelesenen Essays gehören: Ausgang aus der langen Nacht (2010, dt. 2016), Kritik der schwarzen Vernunft (2013, dt. 2014). 2022 erscheint Pour un monde en commun (Actes Sud).

Barbara Cassin

Geboren 1947 in Boulogne-Billancourt (Frankreich)
Die französische Philosophin und Hellenistin Barbara Cassin ist Mitglied der Académie française. Sie hat unter anderem ein Dictionnaire des intraduisibles (Seuil/Le Robert, 2004) herausgegeben und Éloge de la traduction. Compliquer l'universel (Fayard, 2016).

Patrick Boucheron

Geboren 1965 in Paris (Frankreich)
Historiker, spezialisiert auf das Mittelalter und die Renaissance in Italien, Inhaber des Lehrstuhls «Histoire des pouvoirs en Europe occidentale, XIIIe-XVIe siècles» am Collège de France. Er ist Herausgeber von Histoire mondiale de la France (Seuil, 2017), das in mehr als zehn Sprachen übersetzt wurde.

Galyna Dranenko

Geboren in 1972 in Tchernivtsi (Ukraine)
Direktorin der Abteilung für Romanistik und Übersetzung an der Nationalen Universität Tscherniwzi (Ukraine). Ihre Arbeit befasst sich mit der Präsenz von Mythen in zeitgenössischen literarischen Texten, der ethischen Dimension der Übersetzung und der erinnerungspolitischen und testimonialen Bedeutung der Literatur in Europa.

Alberto Manguel

Geboren 1948 in Buenos Aires (Argentina)
Argentinisch-kanadischer Schriftsteller, Übersetzer und Literaturkritiker, Autor von über dreißig Büchern und Anthologien. Er war Direktor der Nationalbibliothek der Republik Argentinien und vermachte die 40.000 Bände seiner persönlichen Bibliothek der Stadt Lissabon.

Agata Tuszyńska

Geboren 1957 in Warschau (Polen)
Polnische Schriftstellerin und Lyrikerin, ausgezeichnet mit dem Ksawery-Pruszyński-Preis des PEN-Club. Sie veröffentlichte über zwanzig Werke, darunter Die Sängerin aus dem Ghetto. Das Leben der Wiera Gran oder Rodzinna historia lęku [Familiengeschichte der Angst], die in mehr als ein Dutzend Sprachen übersetzt wurden.

Mit dem Prix Grand Continent wird jedes Jahr ein bedeutender europäischer Text ausgezeichnet